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Namir: Das schnellste Hybridauto der Welt

Sportwagenstudie von Italdesign und Frazer-Nash
Müssen Hybrid-Autos zwangsläufig langweilig und emotionslos sein? Italdesign sagt Nein und stellt die gemeinsam mit Frazer-Nash entwickelte Sportwagenstudie Namir vor, die mit rasanten Fahrleistungen glänzen soll
Genf (Schweiz), 16. März 2009 -

Bescheidenheit ist eine Zier, sagt der Volksmund. Nicht so bei Italdesign Giugiaro: Das Unternehmen, welches Fahrzeuge wie den allerersten VW Golf entworfen hat, stellte auf dem Genfer Auto-Salon 2009 die Sportwagen-Studie Namir vor. Namir heißt auf arabisch Tiger und passend dazu fährt auch Giugiaro die Krallen aus. Das Fahrzeug sei nichts Geringeres als "das schnellste und umweltfreundlichste Hybridfahrzeug der Welt".

Aggressives Design, modernste Technik: Der Frazer-Nash Namir by Giugiaro in Genf
Aggressives Design, modernste Technik: Der Frazer-Nash Namir by Giugiaro in Genf
Entwicklung mit Frazer-Nash

Der Namir entstammt einer Kooperation mit dem britischen Unternehmen Frazer-Nash. Im Jahr 1923 gegründet, waren die Engländer bis zum Produktionsstopp 1957 bekannt für ihre Sportwagen. Heute steht der Name für "Frazer-Nash Research Limited", seit den 1990er-Jahren Marktführer auf dem Gebiet der Entwicklung und Fertigung von Hybridsystemen für Fahrzeuge. So verwundert es auch nicht, dass die Firma den Antrieb des Namir entwickelt hat, während Italdesign für das Design verantwortlich war.

Aufsehenerregende Optik

In Sachen Design hat Giugiaro alle Register gezogen: Scharfe Kanten und eine V-förmige Verglasung prägen das Aussehen des 4,56 Meter langen und 1,19 Meter hohen Namir. Bei der hinteren Motorhaube verjüngt sich die Linienführung vom Dach zum Heck hin, wo die Schlitze der Wärmeabfuhr den Buchstaben "M" formen. Im Überhang befindet sich ein Kofferraum mit über 400 Liter Fassungsvermögen. Eine kleine Flosse krönt das Hinterteil des Hybrid-Tigers. Im Innenraum kommen drei Touchscreen-Bildschirme und ein sechseckiges (!) Lenkrad zum Einsatz. Die Tragstruktur der Karosserie besteht aus einem Karbonfaserchassis in Schalenbauweise, das auch die Aufnahme der Hinterradaufhängung einschließt. Damit beträgt das Gesamtgewicht des Fahrgestells knapp 110 Kilogramm, insgesamt wiegt der Namir 1.450 Kilogramm.

Hinter den nach oben öffnenden Türen verbirgt sich ein nobler Innenraum
Hinter den nach oben öffnenden Türen verbirgt sich ein nobler Innenraum
Serielles Hybridsystem

Unter der schicken Hülle befindet sich ein serielles Hybridsystem mit automatisch zuschaltendem Allradantrieb. Als Hilfsaggregat dient ein hinten quer angeordneter Wankelmotor mit einem Volumen von 814 Kubikzentimeter. Der elektrische Teil besteht aus einem Generator für die ständige Ladung der aus 108 Zellen bestehenden Lithium-Polymer-Batterien mit einer Spannung von 400 Volt und zwei Zwillings-Elektromotoren, die an der Vorder- und Hinterachse angebracht sind. Sie erzeugen eine Gesamtleistung von 270 Kilowatt gleich 370 PS. Die Kraftübertragung erfolgt vollkommen elektrisch. Eine Software steuert die in Abhängigkeit der Fahrweise und der Fahrbahnbedingungen für den Antrieb nötige Leistung.

Atemberaubende Fahrleistungen

Auf dem Papier beeindrucken die Werte des Namir: Eine Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h und Beschleunigungswerte von 3,5 Sekunden auf Tempo 100 und 10,4 Sekunden auf Tempo 200 beeindrucken. Allerdings wurden die Zahlen bislang nur anhand einer virtuellen Simulation ermittelt. Der Durchschnittsverbrauch wird mit knapp 2,5 Liter auf 100 Kilometer angegeben, der CO2-Ausstoß liegt bei unter 60 Gramm CO2 pro Kilometer. Der Tank ist auf Höhe des rechten Türschwellers unter dem Beifahrersitz angeordnet und weist ein Fassungsvermögen von 50 Liter auf.

Namir: Das schnellste Hybridauto der Welt


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Aggressives Design, modernste Technik: Der Frazer-Nash Namir by Giugiaro in Genf
Hinter den nach oben öffnenden Türen verbirgt sich ein nobler Innenraum
Aggressive Optik: Die spitz zulaufende Frontpartie des Namir
Markant: Die große V-förmige Windschutzscheibe
Interessant: Das Zusammenspiel von Seitenfenster, Sicke und Lufteinlass
Am Heck formen die Schlitze zur Wärmeabfuhr den Buchstaben "M"
Vorne und hinten spitz zulaufend: Die Dachlinie des Namir
Die orange-schwarze Farbgebung soll den Betrachter an einen Tiger, arabisch Namir, erinnern
An der Unterseite der Verglasung sind Solarzellen untergebracht
Laut Italdesign soll die Form der Motorhaube an einen Adlerschnabel erinnern
Sportwagenstudie von Italdesign und Frazer-Nash
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